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Stand: 03.11.2026

IFB UfR-EffizienzCheck Hamburg

Zuschuss der IFB Hamburg für Machbarkeitsuntersuchungen vor einer Investition in Anlagen und Prozesse — bis zu 50 % der Kosten.

Der EffizienzCheck ist Förderschwerpunkt 1 im Programm „Unternehmen für Ressourcenschutz" (UfR). Antragsberechtigt sind Unternehmen mit Betriebsstätte in Hamburg. Energieaudits und die Energieberatung für Gebäude fördert er nicht.

UfR-EffizienzCheck im Erstgespräch klären

Wer ist antragsberechtigt

Gefördert werden Unternehmen mit Betriebsstätte in Hamburg — unabhängig von Größe und Rechtsform. Entscheidend ist eine wirtschaftliche Tätigkeit.

Unternehmen mit Betriebsstätte in Hamburg

KMU und große Unternehmen gleichermaßen. Als Unternehmen zählt jede wirtschaftlich tätige Einheit — unabhängig von Rechtsform, Finanzierung und Gewinnerzielungsabsicht.

Gemeinnützige Organisationen — nur mit wirtschaftlicher Tätigkeit

Vereine, Stiftungen oder Wohlfahrtsverbände sind antragsberechtigt, soweit sie Produkte oder Dienstleistungen anbieten. Die IFB entscheidet im Einzelfall.

Freiberufler und Selbstständige

Ebenfalls Unternehmen im Sinne der Richtlinie, wenn die Betriebsstätte in Hamburg liegt.

Nicht antragsberechtigt

Unternehmen in Schwierigkeiten sowie Betriebe aus Landwirtschaft, Fischerei und Aquakultur. Energieversorger und Contractoren nur, wenn das Vorhaben einem anderen förderfähigen Unternehmen dient.

Was wird gefördert

Machbarkeitsuntersuchungen vor einer Investition

Technische und wirtschaftliche Bewertung einer geplanten Maßnahme einschließlich Grundlagenermittlung und Vorplanung — etwa für Kälte, Druckluft, Prozesswärme, Abwärmenutzung, Rechenzentren oder Produktionsanlagen.

Mess-Checks an Anlagen

Messtechnisch unterstützte Analyse des Betriebsverhaltens, zum Beispiel ein zeitlich begrenztes Monitoring der Heizungsanlagentechnik mit Bewertung und Optimierungsvorschlägen.

Dekarbonisierungskonzepte für Anlagen und Prozesse

Anlagen- oder prozessbezogene Konzepte, wie sich Produktion, Prozesswärme oder Energieversorgung ohne fossile Energieträger betreiben lassen.

Was nicht gefördert wird

  • Energieaudits — auch nach DIN EN 16247-1 — und Bewertungen zur Einführung eines Energie- oder Umweltmanagementsystems.
  • Untersuchungen zu Vorhaben an der Gebäudehülle und zur Erzeugung von Raumwärme (Ausnahme: Einbindung von Abwärme).
  • Vorhaben, zu denen ein Gesetz, eine Verordnung oder eine behördliche Anordnung verpflichtet, sowie Sanierung und Instandsetzung.

Förderquote und Höchstbetrag

Bis zu 50 % der Kosten des EffizienzChecks als Zuschuss. Die Förderung soll mindestens 1.000 € betragen und in der Regel 100.000 € nicht überschreiten. Wer zum Vorsteuerabzug berechtigt ist, erhält auf die Umsatzsteuer keine Förderung.

Hinweis: Die Förderrichtlinie ist bis 31.12.2026 befristet. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht; die IFB entscheidet im Rahmen der verfügbaren Mittel. Stand: 03.11.2026.

Antragsprozess

Der Antrag wird vor Projektbeginn gestellt — sonst ist eine Förderung ausgeschlossen. Fünf Schritte vom Erstgespräch bis zur Auszahlung:

  1. 1

    Erstgespräch zum Vorhaben

    In 15 Minuten klären wir, ob das Vorhaben zu den Förderschwerpunkten passt — oder ob ein anderes Programm zuständig ist (BAFA EBN, IFB Modernisierung NWG, BAFA EEW).

  2. 2

    Angebot für den EffizienzCheck

    Konkretes Angebot mit Leistungsumfang und förderfähigen Kosten. Liegt die Förderung über 10.000 €, gelten Vergaberegeln: ab 5.000 € netto Auftragswert wettbewerbliche Vergabe, ab 25.000 € mindestens drei Angebote.

  3. 3

    Antrag bei der IFB Hamburg

    Antrag vor Projektbeginn. Als begonnen gilt das Projekt mit dem Abschluss des Liefer- oder Leistungsvertrags; eine Ausschreibung ohne Vergabe ist unschädlich. Ein vorzeitiger Beginn ist nur mit Zustimmung der IFB möglich.

  4. 4

    EffizienzCheck erstellen

    Nach dem Förderbescheid wird der Auftrag erteilt, die Untersuchung durchgeführt und dokumentiert.

  5. 5

    Verwendungsnachweis und Auszahlung

    Verwendungsnachweis innerhalb von sechs Monaten nach Abschluss. Die IFB zahlt nach Prüfung an das antragstellende Unternehmen.

Was bei der Antragstellung zählt

Abgrenzung zu anderen Programmen

Für die Energieberatung eines Nichtwohngebäudes nach DIN V 18599 ist das IFB-Programm Energetische Modernisierung NWG zuständig (45–65 % des Nettohonorars, bis 11.000 € je Gebäude), für das Energieaudit eines KMU die BAFA-EBN (Modul 1), für Transformationspläne mit Prozessbezug BAFA EEW Modul 5. Der UfR-EffizienzCheck setzt dort an, wo eine konkrete Investition in Anlagen oder Prozesse bewertet werden soll. Förderprogramme des Bundes sind in der Regel vorrangig zu nutzen.

Kombination mit anderen Förderungen

Dieselben Kosten dürfen nicht zusätzlich aus anderen Hamburger Programmen gefördert werden. Für unterschiedliche Kosten — etwa EffizienzCheck zur Kälteanlage und Energieberatung zum Gebäude — schließen sich die Programme nicht aus. Mit anderen staatlichen Beihilfen gelten die Kumulierungsgrenzen des EU-Beihilferechts.

Beihilferecht

Gefördert wird nach der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) oder als De-minimis-Beihilfe. Bei De-minimis sind alle in den letzten drei Jahren erhaltenen De-minimis-Beihilfen anzugeben.

Vertiefung: Weitere NWG-Programme der IFB Hamburg und Bundes-Förderung (KfW, BAFA) auf /foerdermittel/nichtwohngebaeude-hamburg/. Übersicht der Förderlandschaft mit Decision-Tree: /foerdermittel/.

UfR-EffizienzCheck zum eigenen Vorhaben klären

Im Erstgespräch klären wir, ob das Vorhaben in den UfR-EffizienzCheck passt oder ein anderes Programm zuständig ist. Antragsweg, Konditionen und Stolperfallen werden vor jedem Angebot transparent gemacht.

Förderpfad anfragen

Stand: 03.11.2026. Quellen: Förderrichtlinie „Unternehmen für Ressourcenschutz" vom 01.11.2013 in der Fassung vom 07.10.2024 (Amtl. Anz. Nr. 97 vom 16.12.2025, S. 2308), Merkblatt zum Förderschwerpunkt 1 vom 04.12.2025 und Programmseite der IFB, abgerufen 03.11.2026. Verbindlich ist die jeweils aktuelle Förderrichtlinie. Aktuelle Programmkonditionen unter ifbhh.de.